Reinigung von Dieselpartikelfiltern

Wahnsinn wie vollkommen intakte Partikelfilter durch falsche Maßnahmen zerstört werden.

Solche Schadensbilder erreichen uns in letzter Zeit immer öfter. Ärgerlich für uns, da wir solche Filter auch nicht mehr retten können, und für den Kunden ein erheblicher finanzeller Schaden. Wie heißt es so schön: Ja es gibt da eine Chemie die wir mal versuchen können. Ob es klappt oder nicht kann man vorher nicht sagen. Aber wir können es ja mal versuchen.

Die zuvor eingesprühte Chemie hat die Asche oberhalb 900 Grad Celsius verflüssigt, dadurch die Kanäle verstopft und sogar die Keramik gesprengt.

Dieser Dieselpartikelfilter ist aus einem Sprinter mit gerade mal 110.000 km Laufleistung, welcher lediglich durch Kurzstrecke verrusst war. Hätte der Kunde diesen ganz normal bei uns reinigen lassen, wären ihm knapp 2200 Euro erspart geblieben.

 

Und dann gibt es noch die Schadensbilder: "Jetzt reinige ich selbst mit meinem Gartenschlauch"

Dampfexplosionen in den Klebebereichen. Ein typisches Schadensbild durch unzureichende Trocknung des Keramikkerns. Schaden um die 650 Euro.

Dieser DPF wurde nur halbherzig mit Chemie eingesprüht und konnte durch eine Reinigung halbwegs gerettet werden. Allerdings erreicht solch ein Filter keine Neuwerte mehr, da ca. 20-40 % der Filterfläche im Inneren für immer verschlossen bleibt.

Da das Fahrzeug nur noch wenige Monate TÜV hat und danach verschrottet wird, haben wir einer Reinigung zugestimmt. Diesen Filter bekommen wir vor der Verschrottung zurück und schauen dann mal nach ob die Keramik weiterhin unversehrt geblieben ist. Wir vermuten das es hier bei den nächsten Freibrennvorgängen (Regeneration) durch die unterschiedliche Durchströmung zu Spannungsrissen kommt. Diese Merkmale zeigen fast alle Filter auf, welche zuvor mit Chemie behandelt wurden.

 

 

Hier mal ein schönes Bild was sich in ihrem DPF abspielt, nachdem versucht wurde diesen mit Chemie freizubrennen. Fast die ganze Oberfläche ist durch die eingesprühte Flüssigkeit versiegelt. Daher stammt dann auch der hohe Abgasgendruck, sodass die Motorsteuerung sich weigerte eine Regeneration einzuleiten. Allerdings war bei einem Gegendruck von 160mbar auch eine Zwangsregeneration nicht mehr möglich. Da sich der Filter auch nicht mehr spülen liess, hat der Kunde uns diesen für Versuchszwecke überlassen.

Gut das der Filter sich auf unserer Anlage zerlegt hat und nicht im Kundenfahrzeug.